Nachtrag (25.Mai)
n-tv: Zumas Penis erregt Südafrika
…Natürlich geht es um die Freiheit der Kunst. Doch zugleich geht es um Rassismus. Denn der Präsident ist schwarz, der Künstler weiß. Ein Weißer und ein Schwarzer haben das Bild zerstört. Auch ihre Festnahme trug rassistische Züge…
Nachtrag (22.Mai):
Cape Times: Das umstrittene Bild wurde von zwei Männern zerstört, indem ein rotes X über Zumas Gesicht gemalt und der „Stein des Anstoßes“ mit schwarzer Farbe bestrichen wurde. Die beiden wurden von der Security der Galerie festgehalten…
The Spear painting defaced / Bildergalerie

Nachdem die Johannesburger Goodman Gallery das Gemälde „The Spear“ des südafrikanischen Malers Brett Murray ausgestellt hat, gab es nicht nur unter Kunstliebhabern erhebliche Diskussionen. Auch die Politik mischte kräftig mit. Die Debatte zog Kreise bis in die obersten Riegen, insbesondere Präsident Zuma, dessen Konterfei auf dem Gemälde zu sehen ist und dem ein Penis aus der Hose hängt, versuchte mit allen Mitteln, die Ausstellung des Bildes zu verhindern. Die Zeitungen überschlugen sich mit Berichten über das Gemälde und diskutierten offen über die Freiheit der Satire und dem Kratzen an der Menschenwürde. Die optische Annäherung an ein Gemälde des kommunistischer Politikers Lenin macht die Diskussion nicht einfacher (siehe “The commisars art critique“ von AfricanScene). Ein ideologischer Kampf um Moral und künstlerische Freiheit entzweit mittlerweile das demokratische Land. Hier ein paar Presse-Reaktionen der vergangenen Tage (englisch):
CNN-Video: Explicit Zuma painting shocks Soth Africa - Das sagen Südafrikaner
The Telegraf: Jacob Zuma ‘The Spear’ painting defaced ahead of court action
The Guardian: Jacob Zuma goes to court over painting depicting his genitals
Huffingtonpost: President Jacob Zuma Penis Portrait Riles South Africa’s ANC
Wikipedia: The Spear (painting)



Eine der überflüssigsten Kuppelshows im deutschen Fernsehen wird von RTL ins wunderschöne Kapstadt in Südafrika verfrachtet. „Der Bachelor“ – ein propagierter Traumtyp aus Schmusebär, Sexgott und Schweigermutters Liebling der nett zu Kindern ist und auch noch den tropfenden Wasserhahn reparieren kann. Paul, 30 Jahre, Mister Hamburg und Deutschlands gutaussehendster Mann 2009 – einsachtzig, blonde längere Haare und blaue Augen. Mehr geht nicht. Eine der Anwärterinnen auf seine Liebe: Petra (35), die älteste Frau der Runde, glaubt sogar, in dem Bachelor ihren achtjährigen Sprössling wiederzuerkennen: „Der sieht ja aus wie mein Sohn!“, rief sie, als sie noch im Auto auf ihren großen Auftritt wartete, zeigte sich dann aber doch interessiert an dem gutaussehenden 30-Jährigen. (promiflash.de)